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Heute Oktober 2002. Der Termin mit Escape with Romeo liegt just hinter uns, ein schöner Abend mit vielen Besuchern und noch mehr Spaß. Doch nun folgen auf den Fuß schon die nächsten Ereignisse. Unsere große Geburtstagsgala steht an. Am 7. Dezember geht es richtig rund im Alten Schlachthof in Lingen. Wir planen einige prominente Partygäste und unterhaltsame DJ-Unterstützung für eine richtig dicke Sause. Surf also immer mal bei uns rein, damit du die News nicht verpasst... Durch die Epochen der Boysox-Historie kannst du dich hier klicken: Auf dem Weg zur Geburtstagsparty Never mind the (ein Tatsachenbericht) Topfschlagen
und Negerkusswettessen
Wie
alles begann... Am 14. Dezember 1982 schlug Olaf S. die Tageszeitung auf. Er suchte unter den Kleinanzeigen nach interessanten Offerten. E-Gitarre von Höfner zu verkaufen. Olaf überlegte kurz und griff dann zum Telefon. Weiß sei die Gitarre, 150 Mark sollte sie kosten. Am Abend des 14. Dezember saß Olaf auf seinem Bett und klimperte die ersten Akkorde auf seiner neuen Gitarre. Olafs alter Kumpel Franky L. hatte auch eine E-Gitarre und einen Amp. Also verabredeten sich beide, um gemeinsam zu rocken. Nach wenigen Stunden stand eine erste Komposition, die sich Iron Man nannte. Die beiden überlegten, dass man das ganze ja auch mal mit einem Trommler ausprobieren könnte. Norbert E. ging zusammen mit Olaf in eine Klasse. Seine gesammelten Konfirmationsgeschenke hatte er in ein Schlagzeug investiert. Sein legendäres Hoshino Professional spielt er übrigens noch heute. Norbert stimmte sofort zu, als Olaf ihn in der Schule fragte, ob er mal Bock hätte, mit zwei Gitarren zusammen zu rocken. Am 27. Dezember 1982 war es soweit: Die drei probten einige Stunden zusammen und beschlossen dann, eine Band zu sein. Die Frank Schiller Band war geboren. Nur drei Monate später, am 22. März 1983, stand die Frank Schiller Band dann beim ersten Live-Konzert auf der Bühne; als Support der damals noch aktiven Northern Road Crew. Die Musik der Frank Schiller Band passt in die Gefilde der Neuen Deutschen Welle. Etwas schräg, eine mit zwei Gitarren und Schlagzeug, später Keyboard, Gitarre und Schlagzeug eigenwillig bis minimalistisch instrumentierte - immer unfreiwillige - Mischung aus New Wave und Noisepop. Frank, Norbert und Olaf bildeten die Ausgangsbesetzung der Frank Schiller Band. Stefan Meyer ergänzte ab Sommer 1983 die Band als Keyboarder und erweiterte die Musik der Band um eine neue Dimension. Deutsch(rock)stunde... Die
Achtziger Schau mal in unsren Pics nach, wie wir in dieser Zeit rumliefen: Authentisch, authentisch 1987 gab es dann ein legendäres Open-Air in Lingen (Ems), das wegen schlechten Wetters dann doch im Saal stattfand. Als lokaler Opener spielten die Boysox - mit neuem Keyboarder High`n´air - einen ihrer wichtigsten frühen Gigs (das Konzert begann bereits um 19.00 Uhr, hihi; Anm. der Red.) Ein echtes Heimspiel, das durch ein Zeitungsinterview gekrönt wurde! The
Boysox Was waren denn die Highlights der Bandgeschichte in den vergangenen Jahren? Starten wir mal im Jahre tausndneunhundertundzweiundneunzig post Christum natum. Abifestival in Lingen. Wir eröffneten den Abend, den dann die Ritchies, Non Art Art mit Ingo Schmoll und schließlich Escape with Romeo fortsetzten. 1993 folgte ein Gig im Lingener Joker, wie der gemeinsam mit Escape with Romeo. 1999 dann klingelt
das Telefon im Proberaum, und wir erhielten das Angebot, die Bollock Brothers
als Support zunächst für das Nordhorn-Konzert in der Scheune,
dann aber auch für das Köln-Konzert in der Kantine zu begleiten.
Gemacht. Im Jahr 2000 dann, die Apokalyptiker hatten bereits das
Ende der Welt prophezeit, standen wir im Dezember in Dortmund wieder
mit den Bollocks auf der Bühne. Der Weltuntergang musste und muss
weiterhin warten (...hast du schon Waiting
heruntergeladen??). Auf
dem Weg zur Geburtstagsparty
Und da sind wir jetzt: Am 7. Dezember lassen wir die Sektkorken knallen und feiern gemeinsam mit dir und euch eine gediegene Galaparty. Und nicht nur das: An diesem Abend "releasen" wir auch die passende Galapressung, eine extra für diesen wichtigen Tag aufgenommene CD mit fünf brandheißen Boysox-Tracks und Bonustitel unserer Gäste! SUUUUPER-FETTTTTT! Wird sieben Möpse kosten, das Teil. Und weil das noch nicht genug ist, könnt ihr auch die oberschicken neuen Boysox-Shirts bei der Gala bekommen. Aber Achtung! Die Auflage davon ist nicht nur limitiert, sondern sogar als richtig rar zu bezeichnen! Never
mind the
(ein Tatsachenbericht von mc o-love) Tag 2. Mischen impossible? No way. Franky holt mich ab. Ich bin fast pünktlich fertig. Und vorbereitet: Zwei Kannen frischer Kaffee und Gebäck (das hat Tanja schön eingepackt) stehen im Korb bereit. Zwei Doofe, ein Gedanke, Franky hat auch Kaffee dabei. Zwei Kannen! Spielen wir zwanzig Jahre zusammen, oder spielen wir 20 Jahre zusammen? Sauber. Wir kommen zum Keller in Schüttorf und starten den Tag mit einer kleinen Reinigungsaktion. Als der Aufnahmeraum aufgeräumt und sauber ist, legen wir mit dem Mix los. Der Schlagzeug-Mix verlangt Nerven. Aber weil wir so gespannt sind auf das Gesamtergebnis, halten wir gut durch. Jetzt zeigt Andreas, wie man aus eher unscheinbaren Grundsounds Klangbilder zaubert. Ein ums andere Stück bekommt seinen Mix; und mit ihm Charakter und Aussage. Ganz besonders geil kommen Heiners Keyboards rüber. Um sieben schaut Tanja im Studio vorbei, alle zusammen besuchen wir erneut Enzo und lassen uns Pizza und Lasagne schmecken. Anschließend noch ein Digestiv. Dann wieder ins Studio. Um 23.30 Uhr räumen wir die leeren Thermoskannen in die Körbe, knipsen das Licht aus und freuen uns über die gelungenen Aufnahmen zur Gala, die wir dank Andreas in nur zwei Tagen durchgeziehen konnten. It´s only Rock `n ´ Roll, but I like it! Topfschlagen und Negerkusswettessen Vergiss es, wir sind gerade zwanzig geworden! Viel zu alt, um auf dem Fußboden herumzukriechen und sich mit Süßkram vollzustopfen. Fangen wir also vorn an. Der 7. Dezember 2002 ist der offizielle Tag für die Geburtstagsgala. Eine Vorabauflage unserer CD "Galapressung" kommt mit Kurier gerade noch rechtzeitig an. Beim PA-Aufbau konfektionieren wir die ersten hundert Galapressungen zusammen. Nachdem wir die PA stehen haben, heißt es: warten auf die Bollock Brothers. Blöd ist es, wenn du ein Konzert mit den Bollocks planst und am gleichen Tag Celtic Glasgow gegen die Glasgow Rangers spielt. Irgendwann trudeln aber doch alle Musiker ein, okay, wir sind zwei Stunden aus dem Plan, macht nix, die Galashow kann beginnen. Punkt 21.18 Uhr stehen Reverent Bob´s Heartcore Express auf der Bühne. Und rocken das Brett. Mit gewohnt guter Show und einigen astreinen Jokes. Dem folgt unserer erstes Set. Dafür haben wir uns schick gemacht. Mit Anzug und Krawatten. Oha! Beim ersten Song mit meiner Akustikgitarre reißt mir eine Seite. Fuck! Ich muss die Songs auf der Elektrischen weiterspielen. Das bringt mich aus dem Konzept. Egal. Das Publikum ist wirklich nett heute Anbend und belohnt unseren Auftritt mit schön viel Applaus. Danke dafür! Nach unserem ersten Set kommen Thomas und Potti von Escape with Romeo an die Reihe. Sie spielen ein wunderschönes Akustikset. Eine halbe Stunde lang gibt es eine Menge Escape-Hits direkt aus der Gitarre. Respekt! Nach Escape spielen wir unser zweites Set. Klappt und macht Spaß. Bei "A Forest" von Cure geht das Publikum richtig ab, wer hätte das gedacht? Unserem zweiten Set folgt dann der (von vielen lang ersehnte) Auftritt der Bollocks. Man muss es den Herren einfach lassen, sie machen ihre Sache super. Und so hatten sie auch ruckzuck das Lingener Publikum am Wickel und rockten gute anderthalb Stunden quer durch ihre Achtziger-History, um zwischendrin immer mal wieder mit der ein oder anderen frischeren Melodie zu überraschen. Mein persönlicher Tipp: Das Album "Jesus lives" mit der Knaller-Single "Jesus lived six years longer than Curt Kobain". Anschließend lud DJ Onni Love noch zum Tanz und legte dazu passend einige Hammer-New-Wave-Independent-Alternative-Kracher auf. Einige? Hhmm, eigentlich fast alle, na ja, okay, aber wirklich `ne ganze Menge. Doch wie es nun mal so ist, geht bekanntlich auf jeder noch so steilen Party irgendwann das Licht wieder an, und so mussten wir am Ende des Abends noch einmal richtig ran, um die Anlage abzuwuppen. Eine kleine Krone (zumindest für mich) bekam die Nacht aber noch: Zusammen mit Potti von Escape klampften wir dann zum Anschluss noch 51st State und Somebody im Duett, dazu ein Bierchen und: Gute Nacht! |
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